Erasmus+ - 2021 Lehrerfortbildung im Ausland

Unsere Schule beteiligte sich nun zum 7. Mal am Programm Erasmus+ - Lehrerfortbildung im Ausland und stellte im Jahr 2020 einen Antrag mit dem Projekt: Gemeinsam auf Europa zu – Ideen, Partner und Projekte.
17 Kolleginnen und Kollegen beteiligen sich an diesem Projekt. Trotz der Corona-Pandemie konnten mehrere Kollegen ihre Fortbildung bereits durchführen und kamen mit durchwegs positiven Erfahrungen zurück:

Frau Cabarth war in Sestri/Levante Italien:

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Ein schöner Platz, um Hausaufgaben zu machen

Ein Italienischkurs in Sestri Levante, einer kleinen Stadt in Ligurien

Sestri Levante ist ein malerischer Ort zwischen Genua und den Cinque Terre. Mit etwa 18 000 Einwohnern liegt die ligurische Stadt reizvoll an der Riviera di Levante. Hier habe ich vom 30.08. -03.09.21 an einem Italienisch-Kurs teilgenommen, der italienische Sprache und Kultur vermittelte.

Die Schule liegt idyllisch in einer kleinen Bucht, wo Fischerboote schaukeln und sich schon früh am Morgen Sonnenanbeter einfinden. Auf dem Stundenplan stand in den ersten Unterrichtsstunden Grammatik, dann erfolgte eine kleine Pause, in der man sich mit Cappuccino im Strandcafé dopen konnte. Frisch gestärkt ging es dann zurück ins Schulgebäude, wo Konversation auf dem Programm stand.

Nachmittags waren zahlreiche kulturelle Aktivitäten angeboten, so konnte man beispielsweise mit einer Lehrkraft italienisch kochen, an einer Stadtführung teilnehmen oder ein Weingut besuchen. Krönender Abschluss war eine von der Italienisch-Schule geführte Wanderung in die Cinque Terre, das sind fünf Nachbargemeinden, die sich an der schroffen, steil ins Meer abfallenden Küste der italienischen Riviera befinden. Diese Küstendörfer, terrassenförmig an die Felsen gebaut, liegen hoch über dem Meer, und sind bekannt für ihre bunten Häuser. Nach einem steilen Aufstieg gelangt man über einen schmalen Wanderpfad, der oft nur durch Holzzäune vom Abgrund getrennt ist, in eines der malerischen Dörfer.

Die Zeit verging viel zu schnell und mit Bedauern nahm ich Abschied von der netten Lerngruppe, der ich zugeteilt war, bestehend aus einer Berlinerin, zwei Schweizern und einem Japaner.
Bei meinem Aufenthalt in Sestri Levante konnte ich meine Italienisch-Kenntnisse verbessern, habe gelernt, wie man ein typisch ligurisches Gericht, nämlich Torta di riso, zubereitet und tolle Naturaufnahmen gemacht. Besonders aber habe ich viele Menschen aus verschiedenen Ländern kennengelernt, was immer eine Bereicherung ist.

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Frau Funk war in Montpellier/Frankreich:

Erasmus 1 webFrau Funk im Institut Accent Français

Des expériences d’Erasmus enrichissantes à Montpellier
Bereichernde Erasmus-Erfahrungen in Montpellier

Wenn uns die Pandemie eins gelernt hat, dann dass Spontaneität und Flexibilität die besten Begleiterinnen sind und dadurch oft zu den bereicherndsten Erfahrungen führen. Das bewahr-heitete sich auch bei meiner Reise, die ich im Rahmen einer Erasmus+-Lehrkräftefortbildung ins südfranzösische Montpellier an der Mittelmeerküste unternahm.

Das Inzidenzgeschehen abwartend, entschied ich mich erst eine Woche vor Kursbeginn aufzubrechen und damit in Hinblick auf die baldige Erasmus+-Kooperation mit unserer Partnerschule, dem Lycée in Périgueux, interessante Eindrücke zu erlangen, meine Sprache weiter zu verbessern und für den Unterricht an unserer Schule neue Methoden zu gewinnen.

Vormittags nahm ich an einem Intensiv-Sprachkurs der französischen Sprache teil, bei dem das zentrale Thema der Woche „Les sciences“, also die Naturwissenschaften und deren Stellenwert, möglicher Einfluss und Entwicklungen in der Zukunft (wie z.B. Künstliche Intelligenz) war. Im Kreis der Gruppen aus Studierenden und Sprachinteressierten aus einer Vielzahl von Ländern (u.a. Kolumbien, USA, Iran, Schweiz, Großbritannien und viele mehr) wurde nicht nur hart am Sprachniveau gefeilt, sondern stand vor allem auch der kommunikative Austausch im Mittelpunkt, wobei die zahlreichen Perspektiven der Teilnehmenden unglaublich eindrucksvoll und inspirierend waren. Nachmittags lag der Schwerpunkt dann auf der Hospitation von weiteren Kursen sowie dem Einzelgespräch, ganz individuell mit dem Leiter des Instituts, der vom pädagogischen Aufbau, den angewendeten methodisch-didaktischen Konzepten und den dazu benutzten Mitteln (Software wie Apps, Onlineplattformen,… und Medienausstattung) berichtete und mir damit wertvolle Ideen für das Unterrichten an der RSN auf den Weg gab.

Abgerundet wurde das intensive Eintauchen in die wunderschöne Stadt durch verschiedene Erkundungstouren durch die alte Innenstadt, das Streifen durch die kleinen Gässchen, Besuche von kulturellen Veranstaltungen und Museen sowie die Unterbringung bei einer sehr hilfsbereiten, offenen und netten älteren französischen Dame.

 

Frau und Herr Diekmann waren in Tarifa/Spanien:

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Frau Diekmann vor der Escuela Hispalense

 

Mittelmeer meets Atlantik – Eine Reise nach Andalusien
Vom 30.10.2021 – 6.11.2021 hatten wir die Gelegenheit den südlichsten Teil Europas zu besuchen. In Tarifa durften wir im Rahmen des Erasmusprojektes wieder einen Spanischsprachkurs belegen, der es uns jetzt ermöglicht, einige Alltagssituationen in dieser Sprache zu meistern.
Neben der Sprache lernten wir auch einiges über die Kultur dieses EU-Staates kennen. Am 31.10. wird dort nicht „Halloween“, sondern „dia de muertos“ (Tag der Toten) gefeiert. Dieser Tag ist eine Feier des Lebens und des Todes. Farbenfrohe Kostüme und Masken werden zur Schau gestellt, Feste gefeiert. Verstorbenen Familienmitgliedern wird so Liebe und Respekt entgegengebracht.
Südlicher Flair und warmes Wetter im November ließen uns das kleine, schmucke, weiße Städtchen Tarifa genießen. Auch nach Großbritannien war es nicht weit, die Exklave Gibraltar war nur wenige Kilometer entfernt und brachte uns in der Innenstadt direkt zu Pubs und typisch englischen Läden.
Der Aufenthalt im Ausland war für uns wieder eine große Bereicherung.

Erasmus+ Ausblick auf das nächste Jahr:
Wir haben für die neue Programmrunde Erasmus+ Schulbildung ab 2021 den Akkreditierungsantrag gestellt. Er wurde erfolgreich genehmigt und so sind wir wieder bereit für neue Projekte in Europa.
Sieben Kolleginnen und Kollegen möchten gerne an Fortbildungen teilnehmen, vier Kolleginnen und Kollegen planen ein Job-Shadowing in Frankreich mit Gegenbesuch.
Und – wir werden in dieser Programmrunde auch unsere Schülerinnen und Schüler miteinbinden.